Konzept nach § 4 Abs. 1 TestV für Testungen zur Verhütung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2

im

Alternativurlaub e.V.

 

Basis dieses Konzeptes ist die „Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV)“ vom 30. November 2020.

1.     Bedarf und Beschaffung der PoC-Antigen-Tests (Schnelltests)

a)    Dieses Testkonzept wird dem zuständigen Gesundheitsamt vorgelegt mit dem Ziel der Feststellung, dass monatlich bestimmte Mengen an PoC-Antigen-Tests in eigener Verantwortung beschafft und   genutzt werden können. Bis zum Vorliegen dieser Feststellung werden nach Einreichung des                    Testkonzepts beim Gesundheitsamt PoC-Antigen-Tests gemäß den Maßgaben des § 6 Abs. 3 Satz 3      TestV in eigener Verantwortung beschafft und genutzt.

b)  Zur Umsetzung dieses Testkonzepts und des Ziels der Verhütung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ist im Bereich unseres Vereines ein Bedarf von 50 PoC-Antigen-Tests monatlich erforderlich.

c)   Es werden nur solche PoC-Antigen-Tests erworben, die durch das Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien erfüllen und die auf der entsprechenden Übersicht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte unter www.bfarm.de/antigentests veröffentlicht sind.

 

2.     Personal zur Durchführung der Testungen

a)     Die Durchführung der Testungen erfolgt durch Fachkräfte gem. § 5a Abs. 1 IfSG oder andere Personen, beispielsweise Heilerziehungspfleger/-innen oder Hilfskräfte, die aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und Kenntnisse von der Einrichtung als geeignet für die Anwendung der Tests nach den Vorgaben der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) angesehen werden (für die Testung verantwortliche Personen) und vorab eine Einweisung in die ordnungsgemäße Handhabung der PoC-Antigen-Tests erhalten haben (siehe Buchstabe b).

b)    Die Einweisung der für die Testungen verantwortlichen Personen erfolgte nach den Vorgaben

      des § 4 Abs. 3 MPBetreibV am 20.02.2021 durch Herrn Dr. med Ulrich Hahn, FA für Orthopädie,

      Wilhelm- Külz-Platz 8, 09113 Chemnitz. Die Teilnehmenden sowie Informationen zu den Produkten

      der Einweisung wurden dokumentiert.

 

c)     Die notwendigen Personalkapazitäten werden im Dienstplan berücksichtigt und die Zuständigkeiten sind allen Beschäftigten in der Einrichtung bekannt.

 

3.   Organisatorische Vorbereitung der Testungen

Terminabsprachen für Testungen von Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen, zu betreuenden Personen, Besucherinnen und Besuchern werden im Rahmen der Öffnungszeiten unseres Vereines angeboten.

 

4.     Zu testende Personengruppen und Häufigkeit der Testungen

a)   Personen, die zukünftig versorgt werden, müssen vor der Aufnahme der Betreuung/ Therapie einen ein   PoC-Antigen-Test aufweisen. Das Testergebnis soll nicht älter als 48 Stunden sein.

b)   Den Beschäftigten soll möglichst wöchentlich, in Abhängigkeit von der Infektionslage ggf. zeitweise auch  mehrmals wöchentlich ein PoC-Antigen-Test angeboten werden. Neue Beschäftigte werden vor Arbeitsaufnahme mit einem PoC-Antigen-Test getestet. 

c)   Von der Einrichtung betreute Personen sollen regelmäßig mit einem PoC-Antigen-Test getestet werden.   Ein solcher Test erfolgt in der Regel einmal wöchentlich.

 

5.     Schutzausrüstung

Entsprechend den Arbeitsschutzbestimmungen wird die Gefährdungsbeurteilung aktualisiert und das Personal vor der Durchführung von Tests unterwiesen. Tests werden nur mit der erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) vorgenommen. Die Schutzausrüstung wird von der für die fachliche Leitung der Testungen verantwortlichen Person verwaltet, bei Bedarf ausgegeben und entsprechend des Verbrauches nachbestellt. Zur erforderlichen PSA gehören FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken[1] sowie Handschuhe, Schutzkittel mit Kopfbedeckung und Schutzbrillen oder Visiere. Wenn es während einer Testung zu einer Kontamination der Schutzausrüstung kommt, ist diese zu wechseln, um eine Kontamination der Umgebung auszuschließen; Handschuhe werden nach jeder Testung gewechselt.

 

6.     Räumlichkeiten

a)    Die Testung der Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen, zu betreuenden Personen, Besucherinnen und Besuchern   erfolgt im Büro Alternativurlaub, als Warteraum steht das Treppenhaus zur Verfügung.

    Testpersonen werden entsprechend auf die Räumlichkeiten hingewiesen. Während der Testung wird   Sorge getragen, dass keine Kontamination der Umgebung erfolgt. Die notwendigen Materialien

      zur Durchführung der Testungen (PoC-Antigen-Testkits, persönliche Schutzausrüstung,

      Desinfektionsmittel) und zur Entsorgung dieser werden mitgeführt. In allen Räumen wird für

      eine gute Belüftung gesorgt.

 

b)   In den Räumlichkeiten zur Testung wird für eine gute Belüftung gesorgt. Bei der Testung im häuslichen   Umfeld werden die vorhandenen Möglichkeiten der Lüftung genutzt.

 

7. Einverständniserklärung, Genehmigung zur Testdurchführung bei gesetzlich betreuten   Pflegebedürftigen

a)     Die Einverständniserklärung zur Testung wird von allen Getesteten eingeholt und dokumentiert.

b)  Zur Einholung der Genehmigung zur Durchführung des Testes bei gesetzlich betreuten Personen   kontaktiert die für die Testungen verantwortliche Person die Betreuerin/ den Betreuer im Vorfeld des   Tests und informiert im Nachgang des Tests unmittelbar über ein eventuell positives Ergebnis und ggf.   weitere erforderliche Maßnahmen.

 

8.   Information der Beschäftigten, der versorgten Personen sowie der Besucher/-innen

 

a)   Für die Testung von Beschäftigten, Betreuten und Patienten wird bei Bedarf ein Informationsschreiben   zur Verfügung gestellt.

b)   Die Information über die Testungen gewährleistet die für die fachliche Leitung der Testung  verantwortliche Person.

 

 

 

9.     Meldung positiver Befunde

 

Ein positives Testergebnis wird umgehend unter Nutzung des dafür vorgesehenen Meldebogens an das zuständige Gesundheitsamt per Fax übermittelt. Die Faxmeldebögen werden von der Einrichtung mit Ablauf des der Testung folgenden Monats gelöscht.

 

 

 

10.  Dokumentation

 

Die Durchführung der Tests wird dokumentiert. Dies umfasst insbesondere Name und Vorname der getesteten Person, das Datum der Testung, Name der den Test durchführenden Person, das Testergebnis und bei einem Positivergebnis das Datum der Meldung an das zuständige Gesundheitsamt. Das Testergebnis und die mit einem positiven Test verbundenen zusätzlichen Informationen (Meldedatum) werden mit Ablauf des der Testung folgenden Monats gelöscht.

 

 

 

11.  Entsorgung

 

Die verwendeten PoC-Antigen-Tests werden in gesonderten Abwurfbehältern entsprechend der Herstellervorgaben, der ABAS-Empfehlung „Arbeitsschutzmaßnahmen bei der Point-of-Care-SARS-CoV-2 Diagnostik“ und der gesetzlichen Rahmenbedingungen entsorgt.

 

 

12.  Durchführung der Testungen

 

a)     Die Durchführung erfolgt gemäß den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG),

  der Coronavirus-Testverordnung (TestV), der Medizinprodukte-Betreiberverordnung und der  Herstellerangaben der PoC-Antigen-Tests unter Einhaltung der Anforderungen dieses Testkonzepts.

b)     Für die fachliche Leitung der Testungen und als Ansprechpartnerin für die Umsetzung

      dieses Konzepts wurde Frau Nicole Kahlert, E-Mail: Alternativurlaub@aol.com

      Tel.: 03744201320 beauftragt.

c)     Alle Testungen werden dokumentiert (siehe Ziff. 10).

d)     Die Testergebnisse werden den Betroffenen nach Vorliegen unmittelbar mitgeteilt. Bei

      einem negativen Testergebnis ist kein weiteres Handeln erforderlich.

e)    Bei einem positiven Testergebnis wird das zuständige Gesundheitsamt informiert (siehe Ziff. 9). Bei versorgten/ betreuten Personen und Beschäftigten erfolgen die nächsten Schritte entsprechend des Hygienekonzepts und des Pandemieplans.

f)  Eine Bescheinigung über das positive Ergebnis des PoC-Antigen-Tests wird den Getesteten ausgestellt, damit die Nachtestung mittels PCR-Test durch den Hausarzt / die Hausärztin veranlasst werden kann. Auf Wunsch wird auch ein Zeugnis über ein negatives Testergebnis ausgestellt, sofern dies als Nachweis benötigt wird.

g) Mit positivem Ergebnis getestete Personen werden auf die Notwendigkeit der unverzüglichen häuslichen Quarantäne und der Nachtestung mittels PCR-Test hingewiesen.

 

 

 

      Auerbach, den 21.02.2021                                                    _________________________

                                                                                                     Kahlert, Vorstandsvorsitzender

 



[1] Siehe § 9 Verordnung zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Produkten des medizinischen Bedarfs bei der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Epidemie (Medizinischer Bedarf Versorgungssicherstellungsverordnung - MedBVSV)